Schlegel und Orlik feiern - Ott komplettiert

26.07.2026

Fribourg FR/Brünig OW – Das letzte Juliwochenende war gespickt von zwei schwingerischen Leckerbissen. In der Westschweiz trat Damian Ott zusammen mit This Kolb als Ostschweizer Vertreter am Südwestschweizer Schwingfest in Fribourg an. Armon Orlik und Werner Schlegel feiern zusammen mit Fabian Staudenmann und Matthieu Burger den Festsieg auf dem Brünig. Michael Moser gewinnt in der Südwestschweiz.

Schlegel und Orlik feiern auf dem Brünig
Der Brünig-Schwinget 2026 wird in die Schwinggeschichte eingehen. Das Fest war geprägt von zahlreichen Emotionen und Entscheidungen, die für Diskussionen sorgten. Am Abend standen mit Armon Orlik, Werner Schlegel, Fabian Staudenmann und Matthieu Burger gleich vier Festsieger fest.
Werner Schlegel gehörte zu den grossen Favoriten auf den Festsieg am Brünig und dieser Rolle wollte der Toggenburger gerecht werden. Mit seinem eisernen Willen und seiner ständigen Angriffslust startete er gegen Michael Ledermann in das Schwingfest. Nach sechs intensiven Minuten endete der Auftaktgang gestellt, wobei der Hemberger dank seiner offensiven Gangart die Note 9 erhielt.
Nach diesem kleinen Punkteverlust zum Auftakt arbeitete sich Schlegel mit Siegen gegen Severin Trittibach und Severin Schwander, beide mit der Maximalnote, wieder an die Spitze heran. Nach der Mittagspause kam es zum Duell mit Jonas Amrhyn. Der Luzerner brachte den 23-jährigen Hemberger an den Rand einer Niederlage, ohne ihn jedoch auf den Rücken zu legen. Für Kopfschütteln sorgten die anschliessenden Szenen, als die Kampfrichter den Sieg und das Resultat dennoch dem Innerschweizer zuschrieben. Dieser umstrittene Entscheid prägte das Fest nachhaltig und liess Schlegels Hoffnungen auf den Festsieg in weite Ferne rücken.
Der gelernte Zimmermann konnte sich danach in der Garderobe sammeln und reagierte eindrucksvoll auf die strittige Niederlage. In den letzten beiden Gängen liess er sich erneut zwei Maximalnoten schreiben. Dank des gestellten Schlussgangs zwischen Armon Orlik und Fabian Staudenmann sowie der unterschiedlichen Notengebung der beiden Schlussgangteilnehmer reichte es Werner Schlegel schliesslich doch noch zum Festsieg. Er beendete das Fest auf Rang 1d.
Orlik seinerseits durfte sich als Festsieger auf Rang 1a feiern lassen. Fabian Staudenmann gewann damit nun mindestens einmal jedes Bergkranzfest. Für Matthieu Burger wiederum war es der erste Triumph an einem Bergkranzfest.
Die Ostschweizer reisten somit mit einem Doppelsieg und insgesamt fünf Kränzen nach Hause. Neben Werner Schlegel und Armon Orlik sicherten sich auch Mario Schneider, Domenic Schneider und Martin Roth die begehrte Auszeichnung.

Kranzsammlung komplettiert
Nach dem Bergkranz auf dem Stoos komplettiert Damian Ott auch seine Sammlung der Kränze an Teilverbandsschwingfesten. Auf dem Meisterplatz von Fribourg-Gottéron sichert sich der Kilchberger Sieger mit fünf gewonnenen Gängen und einer Niederlage verdient das Eichenlaub aus der Südwestschweiz.
Nicht nach Wunsch startete Damian Ott in das Schwingfest in der Kantonshauptstadt Freiburg. Der momentan stärkste Südwestschweizer Schwinger, Romain Collaud, brachte Ott mit einem blitzschnellen Übersprung und Nachdrücken auf den Rücken. Wie bereits am Schwarzsee sorgte der Freiburger mit seinem Sieg beim Anschwingen für die grosse Überraschung des Tages.
Für Ott begann im zweiten Gang die Aufholjagd, um wieder ins Rennen um den Festsieg zurückzukehren. Das Wettkampfglück war dabei jedoch nicht ganz auf seiner Seite. Die Viertelpunkte gegen Antoine Ducry und Ueli Wüthrich blieben ihm im zweiten und dritten Gang verwehrt, womit eine mögliche Schlussgangteilnahme in weite Ferne rückte.
Noch vor dem Mittag bestritt der Zimmermann seinen vierten Gang, in dem er Luc Varon mit der Höchstnote 10 bezwingen konnte. Auch im fünften Gang fehlte Ott der entscheidende Viertelpunkt. Er besiegte Hugo Schläfli erst am Boden, wofür er die Note 9.75 erhielt.
Die Maximalnote 10 erzielte Ott schliesslich im letzten Gang gegen den Rheintaler Cédric Wicki, der für die Südwestschweizer antritt. Mit einer perfekt angesetzten Beinschere bezwang er den Landwirt und konnte sich mit 57.75 Punkten im dritten Kranzrang klassieren.