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Ott gelingt das Unglaubliche (29.09.2021)

Kilchberg ZH – Der 17. Kilchberger Schwinget geht erneut in die Geschichte ein. Was für ein Tag für die Ostschwizer Schwinger. Samuel Giger und Damian Ott teilen sich den Sieg mit dem Berner Fabian Staudenmann.

Der Überraschungsmann der Nation
Wer hätte dies gedacht, dass Damian Ott den Kilchberger Schwinget gewinnt. Dank dem Festsieg am Weissenstein und am Schwarzsee gehörte Ott zum erweiterten Favoritenkreis am Traditionsanlass am Zürichsee. Eigentlich war im Voraus immer die Rede, wer den Saisondominator Samuel Giger stoppen kann. Ott seinerseits konnte sich während der Saison 2021 ständig steigern und drückte sein Können auch am vergangenen Samstag in Kilchberg deutlich auf. Im Anschwingen gegen Schwingerkönig Kilian Wenger liess er nichts zu und so konnte der König von Frauenfeld keine Lösung finden und das Duell endete gestellt. Nach diesem Punkteverlust drehte Ott auf und bodigte Gegner um Gegner. Da es am Kilchberger Schwinget nur 60 Schwinger hat und dies die besten Athleten der Schweiz sind, wurde auch dem Sennenschwinger aus dem Toggenburg keine einfachen Gegner zugeteilt. Der Südwestschweizer Johann Brocard, die beiden Berner Matthias Aeschbacher und Lukas Renfer, sowie der Innerschweizer Remo Vogel sind als äusserst zähe Schwinger bekannt. Ott liess allen Schwingern keine Chance zu und bodigte alle souverän. Sei es aus dem Stand oder am Boden, der gelernte Zimmermann fand immer das richtige Rezept zum Sieg. So stand er nach fünf Gängen und als einziger Schwinger mit vier Siegen zuoberst auf der Rangliste. Bernhard Kämpf, Kilian Wenger, Samuel Giger und Fabian Staudenmann teilten sich jedoch die Punkte im gleichen Rang wie Ott. Schlussendlich entschied sich die Einteilung für den Schlussgang Wenger gegen Giger. Damian wusste jedoch, wenn er mit der Note 10 Bernhard Kämpf besiegen kann, dann wird er zum Co – Sieger. Gewusst, getan – Ott lieferte und legte den Berner Eidgenossen mit einer Kurz / Gammen Kombination platt auf den Rücken. Die ganze NOS Tribüne feierte den Sieg und Damian Ott sagte im Interview mit SRF «Es ist unglaublich, dass diese Saison so verlaufen ist, kann ich jetzt noch nicht glauben. Es ist nur schön».

Schlegel und Räbsamen sorgten für Freude
Nebst dem Festsieger Damian Ott standen mit Werner Schlegel und Marcel Räbsamen zwei weitere Toggenburger am Kilchberger Schwinget im Einsatz. Die drei erwähnten Schwinger gehören in dieser Saison zu den Aufsteigern im Schwingsport und sorgen dank ihrer offensiven Schwingart für viel Freude bei den Zuschauern. Sie ziehen immer auf das «Gut» vom Kampfrichter los. Sozusagen sie kommen, wie die Feuerwehr und die Gegner sind teilweise völlig machtlos. Weiter greifen sie den Gegner bis zur letzten Sekunde des Kampfes an und bringen die Schwinger konditionell an den Anschlag. Werner Schlegel musste beim Anschwingen gegen Remo Käser als Verlierer vom Platz. Ein wenig zu viel Frechheit nutzte der Berner aus und legte ihn auf den Rücken. Dasselbe Schicksal war auch bei Marcel Räbsamen der Fall. Trotzdem ging das Fest für die jungen Toggenburger weiter. Der Hemberger Werner Schlegel beendete das Fest mir drei Siegen gegen Ruedi Roschi, Mickaël Matthey und Remo Vogel, einem gestellten Gang gegen Benji von Ah und einer zweiten Niederlage gegen Kilian von Weissenfluh auf dem achten Schlussrang. Marcel Räbsamen kämpfte ebenfalls gut, hatte jedoch nicht immer das Wettkampfglück auf seiner Seite. So platzierte er sich mit einem Sieg, einem Gestellten und vier Niederlagen auf dem 18. Schlussrang. Die drei jungen Toggenburger begeisterten die Schwinger Fans die ganze Saison und man wird auch noch in Zukunft viel Freude erleben, wenn sie so weitermachen wie in der Saison 2021.

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